Wenn Schlaf zur Einsatzkraft wird: Manuel Schabus bei der SOMA 2026
Wie bleibt man leistungsfähig, wenn körperliche Belastung, hohe Konzentration und Stress zum Alltag gehören? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein österreichisches Forschungsteam rund um Schlaf- und Hirnforscher Manuel Schabus und Caroline Rakowitz, Projektleiterin, im Rahmen eines außergewöhnlichen Human-Performance-Projekts.
Bei der SOMA 2026 Scientific Assembly in Raleigh, North Carolina, präsentierte das Team neue Ergebnisse aus einer Langzeitstudie mit dem österreichischen Jagdkommando. SOMA steht für Special Operations Medical Association und die Konferenz gilt als wichtigster internationaler Treffpunkt für Medizin, Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Bereich militärischer Spezialeinsatzkräfte.
Über einen Zeitraum von rund 15 Monaten wurden in der Studie mehr als 23.000 Nächte objektiv erfasst – direkt im Alltag der Soldaten und damit unter realen Trainings-, Belastungs- und Erholungsbedingungen.
Die Studie zeigt, wie moderne Schlafmessung dabei helfen kann, Regeneration besser zu verstehen und gezielt zu unterstützen. Besonders im Fokus steht die Frage, wie Schlaf auf Belastung, freie Tage und konkrete Interventionen reagiert – und wie dieses Wissen genutzt werden kann, um Gesundheit, Resilienz und Leistungsfähigkeit langfristig zu fördern.
Die Ergebnisse sind nicht nur für militärische Spezialeinheiten relevant. Auch Berufsgruppen mit hoher körperlicher oder mentaler Beanspruchung – etwa Einsatzkräfte, medizinisches Personal, Schichtarbeiter:innen oder Spitzensportler:innen – können von einem besseren Verständnis von Schlaf und Erholung profitieren.
Mit der Präsentation auf der internationalen SOMA-Bühne unterstreicht das Projekt die Bedeutung österreichischer Forschung im Bereich Schlaf, Regeneration und Human Performance.

