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Wissenschaftlich geprüft: sleep² setzt Maßstäbe bei der Schlafmessung

 

Schlaftracker sind längst im Alltag angekommen. Millionen Menschen nutzen sie, um ihren Schlaf besser zu verstehen und ihre Gesundheit zu verbessern. Doch eine zentrale Frage bleibt: Wie zuverlässig sind diese Geräte wirklich?

 

Um das herauszufinden, haben wir sleep² gemeinsam mit sieben weiteren weit verbreiteten Schlaftrackern einem direkten wissenschaftlichen Vergleich unterzogen – darunter Oura Ring 3, Apple Watch Series 9, Fitbit Charge 6, Garmin, WHOOP 4 und Circul+. Maßstab war die Polysomnographie (PSG), der medizinische Goldstandard der Schlafdiagnostik, der Hirn-, Augen- und Muskelaktivität misst und jede Schlafphase exakt bestimmt. 

Realitätsnaher Test unter Alltagsbedingungen

18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen jedes Gerät über fünf Nächte hinweg in ihrer häuslichen Umgebung. Zusätzlich schliefen sie bewusst zu ungewöhnlichen Zeiten – etwa deutlich früher oder später als gewohnt. So konnten wir untersuchen, wie gut die Tracker auch mit unruhigem oder untypischem Schlaf umgehen.

Insgesamt wurden 90 professionelle Polysomnografie-Messungen (mit Gehirn, Augen und Muskelsignalen) wie im Schlaflabor ausgewertet und direkt mit den Daten der Schlaftracker verglichen.

 

Das Ergebnis: sleep² überzeugt durch hohe Genauigkeit

Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Geräten. Besonders gut schnitten Tracker ab, die auf hochwertige Herzfrequenzsignale vom Arm oder Brustgurt setzen.
sleep² in Kombination mit Polar-Sensoren kam der Genauigkeit der Polysomnographie am nächsten und zeigte die zuverlässigsten Ergebnisse über alle Schlafbedingungen hinweg.

Auch Oura und die Apple Watch lieferten solide Resultate, machten jedoch vor allem bei gestörtem oder unregelmäßigem Schlaf häufiger Fehler. Ein generelles Problem vieler Tracker:
Sie überschätzen die tatsächliche Schlafdauer und erkennen nur 30–50 % der Wachphasen, die im PSG klar sichtbar sind.

 

Unabhängig und wissenschaftlich veröffentlicht

Die Studie wurde von einem interdisziplinären Forschungsteam aus Schlaf-, Neuro- und Datenwissenschaft verfasst und als öffentliches Preprint veröffentlicht. Zu den Autor:innen gehören unter anderem Dr. Pavlos Topalidis, Dr. Manuel Schabus und Kolleg:innen, die seit vielen Jahren im Bereich Schlaf- und Bewusstseinsforschung tätig sind.

Die vollständige wissenschaftliche Arbeit ist frei zugänglich:
👉 https://osf.io/preprints/psyarxiv/27wun_v1

 

Warum das wichtig ist

Für Alltagstracking mögen Näherungen ausreichen. In klinischen, therapeutischen oder wissenschaftlichen Kontexten hingegen ist Genauigkeit entscheidend. Gerade dort, wo Schlafprobleme bestehen, versagen viele Consumer-Geräte.

 

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